HOUSE of TALES ist ein Live Escape Game in Berlin am Checkpoint Charlie. In diesem Artikel findest du einen Testbericht über ein paar der Räume, die du dort spielen kannst. Viel Spaß beim lebegeil Erlebnistest.

Zunächst habe ich mein Erlebnistesterteam, bestehend aus Linda, Felix und Mel losgeschickt, um den Raum Illuminati zu spielen. Die folgenden Worte stammen von Linda.

„In Berlins Mitte steht ein Haus voller Geschichten… Berlins faszinierendster Escape Room.“

Mit diesen Worten locken die Macher vom HOUSE of TALES die erlebnishungrige Gemeinde so gekonnt wie die Hexe im Märchen von Hänsel&Gretel. Im Auftrag von lebegeil.de bin ich der Verlockung bereitwillig gefolgt, um für Euch zu testen, ob sich die Reise lohnt.

Das Erlebnistesterteam bei HOUSE of TALESWer sich zum HOUSE of TALES aufmacht, reist tatsächlich in das Herz von Berlin. Dahin, wo die Stadt Geschichte atmet und sich Touristenströme träge durch die Straßen drücken, während sich die Berliner im „Touri-Slalom“ hektisch um sie herum manövrieren… die Reise führt die  quirlige Friedrichstraße runter zum Checkpoint Charly und dort um die Ecke hinein in die Zimmerstraße, eine kleinere, aber nicht ruhigere Seitenstraße.

Die obligatorische Baustelle, die Besucher der öffentlichen Ausstellung zur Berliner Mauer und eine Gruppe gut gelaunter Südamerikaner, die vor einem Kiosk lauthals auf sich aufmerksam macht, verdichten die Reizüberflutung für den Reisenden um ein Weiteres … doch nur ein paar Meter weiter weht leise und fast unscheinbar die Fahne des HOUSE of TALES.

Man muss dieses Bild vor Augen haben, um zu verstehen, wie erholsam bereits das Eintreten durch die drei Bögen der Fassade in den minimalistisch gehaltenen Empfangsbereich ist. Der Reisende rettet sich quasi aus dem Großstadtdschungel in eine kleine Oase und wird von entspannten Mitarbeitern freundlich empfangen – geradezu märchenhaft angesichts des Treibens vor der Tür.

Allein für diesen Effekt gehört den Machern ein Kompliment gemacht. Die Reise ist die perfekte Einstimmung auf das, was die Spieler nach der Unterweisung hinter der Metalltür am Ende des Raumes erwartet. Man hat es bis hierhin geschafft, atmet kurz durch und ist bereit für das nächste Level.

Im HOUSE of TALES gibt es vier Räume, deren Geschichten sich in Bezug auf Genre, Schwierigkeitsgrad und Spieleranzahl voneinander unterscheiden.

Nachdem ich zwei davon gesehen habe, bin ich mir sicher, dass sie alle das bieten, was Du von einem Escape Room erwartest: Nervenkitzel – gekonnt verpackt in einer Mischung aus Action und Mystery.

Illuminati – bei HOUSE of TALES Berlin

War ein kleines Lebegeil-Erlebnistester Klassentreffen. Zu dritt sind wir in die geheimnisvolle Atmosphäre der Kirchen Kapelle eingetreten und den Zeichen und Hinweisen in schönster Dan Brown Manier Richtung Lösung gefolgt … Teamarbeit at its best.

Ein filmreifer Trip und Riesenspaß für alle, die einen Faible für Verschwörungen haben. Ich war voll in meinem Element und zum ersten Mal nicht erleichtert, als es vollbracht war. Ehrlich, herrlich!

„Kowloon – Walled City” (FSK18)

Dieses Spiel durfte ich zusammen mit meinen Kollegen von CHAMÄLEON Theater erleben. Die Geschichte spielt in der Unterwelt der chinesischen Mafia und bietet die volle Packung aus Action, Adrenalin und kniffligen Aufgaben.

Das Gemisch aus Drogen, Sex und Kriminalität ist dabei so gekonnt inszeniert, dass Geschichte nicht für minderjährige Spieler freigegeben ist. Ein wirklich aufregender Ritt, an dessen Ende alle 5 Teammitglieder mit Drogenpaketen und Geldbünden bepackt stolz zurück ins Freie stolpern.

Zusätzlich kann man die Geschichte im Versus Modus spielen. Zwei identische Escape Rooms! Der Nervenkitzel steigt ins Unendliche, wenn zeitgleich Eure Kollegen nebenan versuchen schneller aus dem Raum zu kommen als Ihr. Großartig!

Der Henker ist ein Insider Geheimtipp

Du und dein Team erwacht in der Gewalt dunkler Mächte – gefesselt an Händen und Füßen lässt euch der Wärter in einem unterirdischen Verließ zurück, um den Henker zu rufen. In einer Stunde beginnt das uralte Ritual einer geheimen Bruderschaft, das seit jeher Menschenopfer fordert. Befreit euch aus dem Kerker, bevor einer von euch das nächste Opfer wird. Jede verstrichene Sekunde bringt euch dem Ende näher.

Dieses Spiel habe ich (Jan) mit Mel und Felix gespielt, darum übernehme ich jetzt an dieser Stelle wieder .

Es geht spannend los, denn wir werden einzeln mit verbundenen Augen in den Raum geführt und in einen Kerker eingesperrt. Felix ist sogar an den Füßen gefesselt. So ist erst mal kein Entkommen. Es herrscht fast komplette Dunkelheit und so müssen wir uns erst mal auf unseren Tastsinn verlassen. Wie wir uns befreien, das verrate ich natürlich nicht.

House of Tales Berlin der Henker

Man merkt, dass bei HOUSE of TALES absolute Escape Game Liebhaber am Werk waren, denn hier sind alle Rätsel mit viel Liebe zum Detail entwickelt worden. Obwohl das Spiel, welches aus mehreren Räumen relativ klein ist, sind auf diesem engen Raum eine Menge spannender Rätsel untergebracht.

Hier kommt man mit sturem Code-Knacken und Zahlenkombinationen nicht weiter. Ein paar rostige alte Schlüssel müssen wir schon benutzen, aber Zahlenschlösser werden natürlich beim Mittelalter-Thema nicht benutzt.

Alles ist sehr aufwändig gestaltet und man fühlt sich tatsächlich wie in einem mittelalterlichen Gebäude. Auch die Lichteffekte, der Sound und die gesamte Atmosphäre sind toll umgesetzt, um die nötige Spannung zu vermitteln.

Die Rätsel sind super in das Mittelalterthema eingefügt und man findet hier kaum irgendwelche Rätsel, die man schon vorher bei einem anderen Escape Room gesehen hat.

Da wir schon viele Escape Rooms gespielt haben, lösen wir die Aufgaben ziemlich schnell und benötigen nur wenige Hinweise. Insgesamt brauchen wir ca. 50 Minuten, um den Henker zu überlisten und uns aus der Gefangenschaft zu befreien. 50 Minuten voll mit spannenden Rätseln und auch sehr viel Gruselfaktor.

House of Tales Berlin Team

Das Geheimnis des Pharaosklingt auch sehr vielversprechend, dass ich es auch auf diesen Raum abgesehen habe.

Fazit:

Eines der besten Escape Games, das ich und meine Erlebnistester ich bisher gespielt haben. Die HOUSE of TALES Macher beweisen Talent für das Erzählen der richtigen Geschichten, eine leidenschaftliche Hingabe an die Einrichtung und ein Händchen für sympathische Mitarbeiter. Alles richtig gemacht! Die Reise lohnt sich auf jeden Fall.

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2 Kommentare

  1. Hey Jan,

    Danke für die tollen Berichte und Empfehlungen zu den diversen escape rooms!
    Da Du schon Illuminati-Erfahrung hast, wollte ich mal vorsichtig anfragen, ob dieses Szenario ein Problem für Menschen mit Platzangst darstellt (fiese, enge Tunnel für Raumwechsel etc.). Oder kann man das schaffen?

    • Hi Mina,

      frag am besten mal direkt bei House of Tales nach. Ich habe den Raum nicht selber gespielt, sondern eine meiner Erlebnistesterinnen. Da geht es wahrscheinlich schneller, wenn du selber bei denen kurz nachfragst. Liebe Grüße und viel Spaß!

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