Geocaching Extrem

Geocaching ist kein Kindergeburtstag – Diese 3 Cache-Arten sorgen für Nervenkitzel


Udo von waldhelden.de hat einen spannenden Gastartikel über Geocaching geschrieben. Viel Spaß damit!

Geocaching ist nur etwas für Nerds und Langweiler. Vielleicht schwirrt auch in deinem Kopf dieses Vorurteil herum!?

Aber lass dir von einem erfahrenen Geocacher gesagt sein: Dem ist nicht so! Seit 2009 sind wir mit unseren Navigationsgeräten bei Tag und bei Nacht, zu Land und auf dem Wasser, daheim und in der Ferne unterwegs.

Gerade im Urlaub kannst du dein Reiseziel durch das Geocachen viel besser kennenlernen und hast deinen digitalen Reiseführer, in Form eines vollgeladenen GPS-Geräts immer im Rucksack dabei.

Unsere schönsten Urlaubserinnerungen stammen größtenteils von Geocaching-Ausflügen, die ich vor dem Urlaub via geocaching.com geplant habe.

Geocaching mit guter Aussicht

Wenn du noch gar nichts über Geocaching weißt, lies dir am besten zuerst den Artikel für Einsteiger von Jan durch. Darin erklärt er sehr genau, was Geocaching überhaupt ist und wie es funktioniert.

Wenn du diesen Artikel bereits gelesen hast und der Meinung bist, dass Geocaching nur etwas für Nerds und Langweiler ist, dann bist du hier genau richtig.

Ich zeige dir in diesem Artikel 3 besondere Formen des Geocachens, die dir das Gegenteil beweisen werden.

Für Mutige: Der Nachtcache

Der Nachtcache, wie der Name bereits vermuten läßt, wird der Nachtcache in der Dunkelheit gesucht. Die meisten Nachtcaches sind Multis, damit sich der nächtliche Ausflug auch richtig lohnt.

Kleine Reflektoren, die an Bäume gepinnt werden und mittels Taschenlampe angestrahlt werden, weisen Dir den Weg zwischen den Stationen.

Neben dem Reiz des nächtlichen Gruselfaktors, sind Nachtcaches oftmals besonders kreativ gestaltet und warten mit allerlei kniffligen und technisch ausgefeilten Stationen auf: 7-Segment-Anzeigen, Lichtsensoren, Schwarzlicht-Nachrichten und allerlei solcher Spielereien haben wir schon zum lösen der Stationen verwendet.

Zur Standardausrüstung für den Nachtcache brauchst du eigentlich nur deine normale Cacher-Ausrüstung und zusätzlich eine lichtstarke Taschenlampe.

Falls du weiteres Zubehör brauchst, wird das im Listing angegeben. Wenn du aus NRW, speziell aus dem Münsterland kommst, solltest du dir den Nachtcache „The Borwitch Projekt @ night“ (GC3FQYV) dringend auf deine ToDo Liste setzen. Sicherlich einer der besten Nightcaches die wir bislang gemacht haben.

Nachtcache

Die Ruinen eines Märchenwaldes sorgen für den doppelten Gruselfaktor. Hier wurde Rapunzel schon lange nicht mehr am Fenster gesehen.

Für Entdecker: Der Lostplace

Ein Lostplace ist ein Ausflug in die Vergangenheit – In Ruinen, verlassene Gebäude oder sogar ganze Orte.

In Deutschland gibt es eine Vielzahl dieser mystischen Orte, die den Anschein erwecken als seien sie über Nacht verlassen worden und in einen jahrelangen Tiefschlaf verfallen.

Diese Orte sind so faszinierend, das Bernhard Hoëcker – Deutschlands berühmtester Geocacher – ihnen sogar einen ganzen Bildband gewidmet hat: „Hoëckers Entdeckungen: Ein merkwürdiges Bilderbuch längst vergessener Orte“.

Leider gibt es in unserer näheren Umgebung keine richtig großen Lostplaces, wie sie dort im Bildband zu sehen sind, aber hier und da haben wir schon einen kleinen Ausflug in die Vergangenheit unternommen, so wie zu diesem „Lost Train“ (GC1DBDJ).

Auch wenn diese Orte verlassen sind, haben sie natürlich trotzdem noch einen Besitzer. Wenn du sie also ohne Erlaubnis betrittst um einen Geocache zu suchen, sei dir im Klaren darüber, dass du in den meisten Fällen Hausfriedensbruch begehst.

Ebenfalls bergen diese Orte eine Menge Gefahren, da seit Jahren keine Reparaturen mehr durchgeführt wurden, Kabel aus den Wänden hängen, Löcher im Boden sind und so weiter. Sei also besonders vorsichtig!

Geocaching Eisenbahnwagon

Ein ausgebrannter Eisenbahnwagon – seit Jahren abgestellt und zugewachsen auf einem Abstellgleis im Nirgendwo.

Für Actionjunkies: Der T5 Cache

Das T steht für Terrain und drückt die Schwierigkeit des Geländes aus, in dem der Cache versteckt ist. Da die Skala nur bis 5 geht, ist das also das schwierigste Gelände, in dem ein Cache versteckt sein kann.

Im Klartext bedeutet dies meistens, dass man mit Ausrüstung klettern, schwimmen oder tauchen muss.

Schwierigster Cache beim Geochaching

Dieses Foto ist auf Mallorca entstanden, als wir uns von einer 25 Meter hohen Klippe ins Meer abgeseilt haben. Von dort tauchten wir in die Höhle, in der der Geocache „DSOM – Cova des Coloms“ (GC4PQDN) versteckt war. Der einzige Zugang zu dieser Höhle ist ein überfluteten Durchgang.

Ohne Guides, Ausrüstung und Safety-Boot wäre dieser Cache für uns nicht machbar gewesen, aber so war es ein großes Abenteuer und eines der besten Waldhelden Erlebnisse überhaupt. Falls du mehr zu diesem Erlebnis erfahren möchtest, schau dir gerne den ganzen Bericht inklusive Video bei uns im Blog an.

Mit diesen Caches ist also teilweise wirklich nicht zu spaßen und du solltest wissen was du tust, oder Leute dabei haben, die sich entsprechend auskennen! Bringe dich niemals in Gefahr, um einen solchen Cache zu heben!

Aber lass dich von einer T5 Bewertung auch nicht automatisch abschrecken. Es gibt weniger gefährliche T5 Geocaches, die man ohne Ausrüstung schaffen kann. Auf Kreta zum Beispiel haben wir zwei kleinere Inseln etwa 150 Meter vom Strand entfernt angeschwommen, um uns dort in die Logbücher der Geocaches einzutragen.

Wie komme ich jetzt an einen solchen Cache?

Zählst du dich zu den Mutigen, Entdeckern oder Aktionjunkies und hast Lust einen Nachtcache, Lostplace oder T5 Cache zu suchen? Dann will ich dir noch kurz zeigen, wie du diese Geocaches auf geocaching.com findest.

Als erstes würde ich dir empfehlen dir einen kostenpflichtigen Premiumaccount zuzulegen. Viele der hier vorgestellten Caches sind von den öffentlichen Listings ausgenommen, damit sie möglichst lange erhalten bleiben. Zudem ist es den Premiummitgliedern vorbehalten, Pocket-Queries (Suchen) zu erstellen, die Caches nach Attributen filtern können.

Nachtcaches und T5 Caches kannst du mit einem Premiumaccount relativ schnell finden. Während du die Pocket-Query zusammenstellst, einfach die gewünschten Attribute markieren und dein Suchergebnis wird entsprechend gefiltert.

Eine einmal eingerichtete Pocket-Query kannst du dir auch an voreingestellten Tagen immer neu zusenden lassen und dein Navigationsgerät so stets mit aktuellen Geocaches und Logs füttern.

Spätestens wenn du mit dem Geocache-Virus infiziert bist und regelmäßig auf die Suche gehst, wirst du diese Funktion nutzen wollen.

Pocket Query Geocaching.com

Beim Erstellen der Pocket Query einfach die Attribute auswählen.

Bei Lostplaces ist es etwas schwieriger. Wie oben schon erwähnt, gehen viele Lostplaces mit Hausfriedensbruch einher und das möchte geocaching.com nicht unterstützen.

Daher gibt es kein offizielles Attribut für Lostplaces, was man in Pocket-Queries auswählen kann.

Die Geocaches enthalten im Titel meist ein „LP“ oder „Lostplace“ um auf diese Eigenschaft hinzuweisen. Am besten ist es aber, wenn du ein wenig googelst und nach Listen mit guten Lostplaces suchst.

Diese werden von Geocachern meist mit räumlichen Bezug angelegt und mittlerweile sind auch eine Menge davon im Internet verfügbar.

Ich hoffe, ich konnte dir vermitteln, dass Geocaching eine durchaus actionreiche und spannende Sache sein kann, um deine Freizeit oder deinen Urlaub zu bereichern.

Wenn du noch Fragen zum Thema hast oder eine dieser drei Cachearten bereits ausprobiert hast, schreib es gerne in die Kommentare.

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